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Über Pferdetherapie Anja Haustein

Pferdephysiotherapie und Pferdeosteopathie
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Prinzipien der Pferdeosteopathie Die Pferdeosteopathie ist, wie auch die Homöopathie oder die traditionelle chinesische Medizin, eine ganzheitliche Heilmethode. Das heißt, das zu behandelnde Pferd wird als Ganzes betrachtet. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich „nur mal eben einen Wirbel einzurenken“. Da das ursächliche Problem nicht behoben ist, wird er in kürzester Zeit wieder blockieren. Ich taste den gesamten Körper ab, prüfe die Beweglichkeit jedes Gelenks, um so auf den Grund der Erkrankung zu stoßen. "Bewegung ist Leben." Für mich ist es wichtig zu erkennen, auf welche Art und Weise sich Gelenke und Gewebe Ihres Pferdes bewegen. Die Diagnose wird aufgrund der Beweglichkeit der Gewebe gestellt, die Therapie befasst sich mit der Unbeweglichkeit der Gewebe. Ablauf einer osteopathischen Behandlung Erst einmal werde ich mir die Krankengeschichte des Pferdes anhören. Es wird notiert, welche Probleme das Pferd hat und Ihnen werden Fragen zu Reitweise, Haltung, Fütterung und Vorgeschichte des Pferdes gestellt. Das zu behandelnde Pferd wird dann im Stand auf ebenem Boden betrachtet. Gibt es Asymmetrien in der Muskulatur oder in den knöchernen Strukturen? Allen Auffälligkeiten wird Beachtung geschenkt. Auch die Zähne werden kontrolliert, denn durch Zahnprobleme entstehen häufig Blockaden im Genick oder der Halswirbelsäule. Dann schaue ich mir das Pferd in der Bewegung an. Wenn es möglich ist, erst an der Hand, dann an der Longe und dann unterm Reiter. Das Pferd wird von jeder Seite, von vorne und von hinten betrachtet um eine Ganganalyse zu erstellen. Dabei kann es möglich sein, dass Sie das Pferd mehrfach hin und her führen müssen, da jedes Gelenk für sich auf seine korrekte Funktion hin beurteilt wird. Große Aufmerksamkeit wird dem Hufbeschlag und dem Sattelzeug gewidmet. Nun tastet ich das Pferd von Kopf bis Fuß ab (Palpation). Hierbei achte ich auf die Beschaffenheit des Fells und der Haut, auf den Spannungszustand der Muskeln, auf Verhärtungen und Schmerzhaftigkeiten, auf vermehrte Wärme oder Kälte, auf die Verschiebbarkeit der Faszien, auf Narben, usw. Schließlich wird jedes Gelenk auf seine Funktion getestet, indem es in alle, dem Gelenk möglichen Richtungen, bewegt wird. Beispielsweise hat das Schultergelenk die Fähigkeit zur Beugung, Streckung, Innenrotation, Außenrotation, Abstellung nach Außen (Abduktion) und Abstellung nach innen (Adduktion). Das Ellenbogengelenk ist jedoch nur zur Beugung und Streckung fähig. Es werden immer die kontralateralen Gelenke verglichen. Wird zum Beispiel das rechte vordere Fesselgelenk getestet, vergleicht man die Beweglichkeit mit dem linken vorderen Fesselgelenk. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule wird häufig mit Hilfe von Therapiestäbchen überprüft. Das sollte sanft und mit auf die Empfindlichkeit des Pferdes angepasstem Druck geschehen. Vollblüter sind wesentlich empfindlicher wie z.B. Nordponys und reagieren schon auf leichten Fingerdruck. Nordponys sind „die Härtesten“ und reagieren häufig nur auf massiven Stäbchendruck, da sie gewohnt sind, Schmerzen und Unannehmlichkeiten erst einmal zu ignorieren. Der Stäbchentest darf dem Pferd keine Schmerzen bereiten! Durch die Summe der Beobachtungen und Tests entsteht ein komplexes Bild der Bewegungsmöglichkeiten dieses Pferdes. Jetzt löse ich die Blockaden in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit für den Bewegungsablauf. Viele kleinere Probleme verschwinden von selbst, wenn größere Blockaden gelöst sind. In der Regel wird mit einer allgemeinen Mobilisation begonnen, bei der die Muskulatur gedehnt, und das betroffene Gelenk sanft bewegt wird. Sehr häufig ist nach dieser Behandlung das Problem schon verschwunden. Die Manipulation sollte sanft vonstatten gehen! Völlig unnötig ist es, das Pferd aus dem Gleichgeweicht zu bringen, an den Beinen zu zerren, bis es irgendwo laut kracht oder dem Pferd Schmerzen zuzufügen! Die Korrektur eines Gelenks kann ohne das geringste Knacken erfolgen! Es ist sinnvoll, dass nach etwa 35 Tagen eine weitere osteopathische Untersuchung Ihres Pferdes folgt. Hierbei werden die behandelten Gelenke nachgetestet. Manchmal zeigen sich andere Probleme, die von den bei der ersten Behandlung gelösten Blockaden vorher überdeckt worden sind. Diese werden nun in der zweiten Sitzung behandelt. Größere Probleme lassen sich häufig nur in mehreren Behandlungsgängen beheben. Je nach Schwere der Läsionen werde ich mit Ihnen einen Therapieplan erstellen. Es kann möglich sein, dass das Pferd auf eine bestimmte Art longiert oder geritten werden muss. Leider entstehen sehr viele Probleme durch nicht passendes Sattelzeug, falsches Reiten oder Longieren oder schlechte Haltungsformen. Hier ist Ihre Mitarbeit und Kooperation unglaublich wichtig! Wenn nichts an den Missständen geändert wird, kann jede osteopathische Behandlung nur kurzfristige Besserung bringen.

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