Riesenbärenklau – Aufklärung statt Ausrottung

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Der Riesenbärenklau breitet sich immer mehr in Deutschland aus. Da wo er auftritt, vermehrt er sich so rasant und in großen Mengen, das nix anderes an diesen Stellen wächst. Dadurch wächst auch die Gefahr, das sich Menschen und Tiere starke „Verbrennungen“ zuziehen können.  Kommt der phototoxische Saft der Pflanze mit der Haut in Berührung kommt es zu großer Blasenbildung. Es ist also wichtig, die Haut, die mit dem Pflanzensaft in Berühung gekommen ist sofort abzudecken, damit sie vor Sonneneinstrahlung geschützt wird. Kommt man mit der Pflanze in Berühung, ohne das der Pflanzensaft auf die Haut trifft, treten keine Verbrennungserscheinungen auf. An einer INTAKTEN Pflanze verletzt sich weder Mensch noch Tier.

So schützt man sich beim Entfernen der Pflanze

Lange Bekleidung und Handschuhe mit Stulpen schützen deine Haut vor dem Kontakt mit dem Pflanzensaft. Eine Schutzbrille schützt deine Augen vor eventuell spritzendem Pflanzensaft. Eine Atemmaske verhindert, das aufgewirbelte Pflanzenteile, wie z. Bsp. Nesselhaare in deine Atemwege kommen können.

Schutzfunktion des Riesenbärenklau

Wird der Riesenbärenklau auf Wiesen abgemäht, treibt er innerhalb von ca. 2 Wochen erneut aus und versucht eine neue Blüte zu bilden. Wird er dann wieder abgemäht, treibt er wieder aus und bildet sofort eine neue Blüte. Das Kurriose ist dann aber, er wächst nicht mehr so hoch – er tanrt sich als normaler Wiesenbärenklau.

Wann und wie entfernt man den Riesenbärenklau?

Es dauert mehrere Jahre bis der Riesenbärenklau blüht. In den Dolden der Blüten reifen bis zu 10.000 Samen heran. Blüht der Bärenklau bereits, sollte  man die Dolden direkt nach der Blüte abschneiden, bevor die Samen im Herbst reif sind und ausfallen. Die abgeschnitten Pflanzenteile kann man an einer für Mensch und Tiere unzugänglichen Stelle ablegen und vertrocknen lassen

Kleine Pflanzen, die noch nicht blühen werden am besten ausgegraben. Am Besten schneidest du die Pflanze bodenah ab, um gut an die Wurzel zu kommen. Danach gräbst du den oberen Teil der Wurzel aus. Nur in diesem sogenannten Vegetationskegel findet der Austrieb statt. Du mußt also mindestens 10 cm unterhalb der Erdoberfläche die Wurzel durchstechen.

Willst du die Herzkulesstaute wirkungsvoll bekämpfen, mußt du die Pflanzen und deren Keimlinge mehrere Jahre in Folge ausgraben. Nur so stellst du sicher, das sich der Bestand reduziert. Während dieser Zeit dürfen sich jedoch keine neuen Blüten an den Pflanzen bilden, die bis zur Reife gelangen!

Wie vernichtet man die Pflanze?

Die abgeschnittenen und ausgegrabenen Pflanzenteile lässt du an einem pflanzenfeindlichen Ort, der für Menschen und Tiere nicht zugänglich ist vertrocknen oder du verbrennst die Pflanzenteile einfach. Alle Werkzeugteile, die mit dem Pfanzensaft in Berühung gekommen sind, sollten unbedingt abgewaschen werden.

Nachkontrollen

Die Samen der Pflanze sind mindestens 2 Jahr keimfähig. Daher solltest du regelmäßig nachkontrollieren und nachwachsende junge Keimlinge sofort wieder entfernen.

Meldepflicht

Breitet sich der Riesenbärenklau unkontrolliert über große Flächen aus, informiere deine Stadt oder Gemeinde, damit diese entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung und zum Schutz von Mensch und Tier in die Wege leiten können.

Wichtiger Hinweis Aufklärung statt Ausrottung

Wenn ihr den Riesenbärenklau irgendwo seht, versucht nicht ihn einfach abzuschneiden oder auszubuddeln. Und vor allem lasst die abgeschnittenen und ausgegrabenen Pflanzenteile nicht liegen, so daß Tiere und Menschen mit dem Saft der Pflanze in Berührung kommen können. Denn dann können die gefährlichen und schmerzhaften „Verbrennungen“ entstehen! An intakten Pflanzen kann sich keiner verletzen. Geht besonnen und sorgsam bei der Bekämpfung der Pflanze vor. Dämmt sie ein aber rottet sie nicht aus. Bienen und andere Insekten werden es euch danken.

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