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Flohsamen in der Pferdefütterung

Flohsamen in der Pferdefütterung

Flohsamen in der Pferdefütterung

Kolik – ein Schreckenswort für jeden Pferdebesitzer. Fressen Pferde ihr Heu vom sandigen Boden oder grasen sie auf kurzgefressenen Weiden, dann nehmen sie über ihr Futter Sand und Erde mit auf. Dieses lagert sich im Magen-Darm-Trakt der Pferde ab und führt zu Verdauungsproblemen bis hin zur Kolik. Um es nicht so weit kommen zu lassen, kann mit Flohsamen- oder Flohsamenschalenkur vorbeugt werden.

 

Was sind Flohsamen?

Flohsamen (Psyllium) ist in Indien, Pakistan und im Mittelmeerraum beheimatet und gehört zur Familie der Wegeriche (lateinisch Plantago). Es handelt sich um eine Heilpflanze, die eng mit dem hier heimischen Spitzwegerich (Plantago lancelota) verwandt ist. Sie und ihre Schalen haben eine lange Geschichte als Heilmittel. Schon vor rund 1.000 Jahren wurde sie aus dem Orient nach Indien transportiert. Heute befinden sich die größten Anbaugebiete in Indien und Pakistan. Dort wachsen die Pflanzen auf leicht sandigen bis mittelschweren Tonböden. Wichtig für einen guten Ertrag sind klare, sonnige und trockene Wetterbedingungen. Man unterscheidet zwischen den indischen Flohsamen (Plantago ovata) und den Flohsamen der Plantago afra, auch Plantago Psyllium genannt. Letztere sind vor allem hier in Deutschland erhältlich.

Bei den Flohsamen handelt es sich um  einjährige, krautartig wachsende Pflanzen (Wegerich), die je nach Wasserangebot eine Wuchshöhe von 2 bis 10 cm erreichen. Das Gewächs trägt rosettenartig angeordnete, spitz zulaufende dunkelgrüne Blätter, welche von Haaren bedeckt sind. Im Januar kommt es zur Blüte. Die Blüten wachsen ährenförmig und bilden Kapselfrüchte aus. Diese Kapselfrüchte sind 2,5 bis 3 Millimeter lang und behaart und enthalten die ovalförmigen gelben bis braunen Samen. Sind die Samen reif, springen sie in hohem Bogen aus den Kapseln heraus. Dadurch können sie leicht mit einem Floh verwechselt werden.

Die Ernte erfolgt von Juni bis Oktober. Danach werden die Samenkapseln zerstoßen und der Flohsamen durch Gebläse-Verwirbelung gewonnen.

 

Inhaltsstoffe von Flohsamen

Die äußere Schicht der Flohsamen (auch Epidermis genannt) enthält Zellulose und viele Schleim- und Ballaststoffe.

Die Schleimstoffe bestehen aus den Zuckern Xylose, Arabinose, Galacturonsäure, Rhamnose, Galactose und Polysacchariden. Kommen sie in Kontakt mit Flüssigkeit, quellen sie auf und bekommen eine gelartige Konsistenz.

Die enthaltenen Ballaststoffe wirken sich anregend auf die Darmtätigkeit aus. Sie quellen im Darm auf und regen dadurch die Verdauung an. Schädliche Substanzen können gebunden werden. Außerdem enthalten die Samen fettes Öl und Flavonoide, die einen ausgeprägten antioxidativen Effekt haben.

Durchschnittlich sind in 100 g Flohsamen enthalten:

  • Brennwert:                 88kJ
  • Kalorien:                     21 kcal
  • Ballaststoffe:              84 g
  • Protein:                       2,4 g
  • Kohlenhydrate:          1,7 g
  • Fett:                            0,6 g

 

Wirkung

Das besondere an den Flohsamen ist ihre besondere Eigenschaft in der Schleimbildung und ihre hohe Quelleigenschaft. Die Schleimstoffe befinden sich in der Epidermis der Flohsamenschalen. Sie sind auf den Zuckern Galactose und Rhamnose aufgebaut. In den Flohsamen selbst befinden sich fettende Öle und Proteine. Allerdings enthalten sie nicht so viel Nähr- und Vitalstoffe wie beispielsweise Leinensamen.

Sobald die Flohsamen mit Wasser in Kontakt kommen, verwandeln sie sich und die Flüssigkeit in eine gummiartige Masse. Der Schleim, den die Flohsamenschalen abgeben, legt sich wie ein Schutzfilm an die Darmwand, beugt Irritationen vor und erleichtert die Passage der Nahrung durch den Darm. Außerdem schützen die Schleimstoffe die Darmschleimhaut des Pferdes und helfen, Sandablagerungen im Magen-Darm-Trakt zu binden und auszuscheiden.

Die Ballaststoffe der Flohsamen wirken sich ebenfalls positiv auf die Darmflora aus. Sie fördern das Wachstum darmfreundlicher Bakterien. Eine zielgerichtete Fütterung hilft bei Verdauungsproblemen bzw. harmonisiert eine gestörte Physiologie des Magen-Darm-Traktes beim Pferd.

Besonders die Schalen der Flohsamen sind sehr ballaststoffreich. Ca. 100g enthalten rund 70 bis 90 %. Das ist sehr viel, denn bereits Lebensmittel, die auf 100g mehr als 6g Ballaststoffe enthalten werden als ballaststoffreich bezeichnet. Die in den Flohsamenschalen enthaltenen Ballaststoffe binden Wasser um mehr als das 50-fache und vervielfachen ihr Volumen. Sie quellen im Darm auf und regen die Verdauung an. Dabei können sie schädliche Substanzen binden und mit der Nahrung ausscheiden. Ballaststoffe bilden den Nährboden für positive Darmbakterien und unterstützen somit eine gesunde Darmflora.

 

Verwendung

Flohsamen steigern das allgemeine Wohlbefinden, regen den Stoffwechsel an und wirken gewichtsregulierend. Die darin enthaltenden Fette in Form von Ölen und Proteinen wirken sich positiv auf Haut, Fell und Hufe aus. Außerdem dienen die Ballaststoffe, die in den Flohsamen enthalten sind, für die wichtigen Darmbakterien und tragen damit zu einer gesunden Darmflora bei. Bei Pferden, die Kolik gefährdet sind, trägt eine regelmäße kurweise verabreichte Flohsamengabe zur Darmsanierung und Kolikprophylaxe bei.

Achtung bei Koliken: hat das Pferd einen Darmverschluss, kann das zusätzliche Volumen der Flohsamen den Darm zum Platzen bringen. Daher werden die Flohsamen niemals nur auf Verdacht gefüttert. Bei Kolikanzeichen wird immer als erstes sofort der Tierarzt gerufen!

 

Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind:

– Sandkoliken beim Pferd

– Einsatz gegen Kotwasser oder Durchfall

– Vorbeugung bei Pferden mit Verstopfungsneigung

– Prophylaxe bei Magen- und Darmgeschwüren

– Entzündung der Darmschleimhaut

– Anregung der Verdauungsaktivität (Peristaltik)

 

Vorbeugung Sandkolik

Was sind Sandkoliken?

Sandkoliken entstehen durch die Aufnahme von Sand. Sind die Weiden zu stark abgefressen oder gibt es Weiden mit sandigem Mutterboden oder Fressplätze auf sandigem Untergrund, kann das zu einer vermehrten Aufnahme von Sand oder Erde beim Fressen führen. Besonders gefährdet sind nicht nur Pferde, die auf abgefressenen Weiden stehen, sondern auch Pferde, die auf einem Sandpaddock stehen und das Heu vom Boden aus aufnehmen müssen.

Es gibt aber auch Pferde, die häufiger Erde fressen, als es normaler Weise üblich ist. Das kann ein Hinweis auf einen Elektrolytmangel oder auf Magenprobleme sein.

Normalerweise wird alles, was die Pferde gefressen haben im Darm bakteriell zersetzt und es entsteht der Futterbrei. Sand kann allerdings nicht zersetzt werden. Während der Futterbrei weitertransportiert und ausgeschieden wird, lagern sich die Sedimente auf der Darmschleimhaut ab und beeinträchtigen die Darmbewegung beim Pferd. Sand hat einen Schmirgeleffekt. Dieser Effekt führt zu Reizungen der Darmschleimhaut und es kommt zu Schwellungen, chronischen Entzündungen und Vernarbungen. Die Darmtätigkeit wird weniger und es entstehen Engstellen im Verdauungskanal. Das kann wiederum zu einer lebensbedrohlichen Sandkolik führen. Weitere Folgen der Sandablagerung zeigen sich in Durchfall, Aufgasungen, Verstopfungen und Koliken.

Geringe Mengen an Sand im Darm sind nicht so problematisch. Über einen längeren Zeitraum können sich allerdings enorme Mengen ansammeln, die dann zu Problemen führen. Um dies zu verhindern, ist es sinnvoll, im Herbst und im Frühling eine Kur mit Flohsamen über einen Zeitraum von 14 bis 30 Tagen durchzuführen.

Erste Hinweise auf eine mögliche Versandung im Darm des Pferdes sind häufige leichte Koliken, Gewichtsabnahme, Kotwasser, unregelmäßiger Kotabsatz oder stumpfes Fell.

Mit dem sogenannten Wasserglastest kann eine Sandablagerung im Verdauungstrakt nachgewiesen werden. Dazu nimmt man einen Pferdeapfel des entsprechenden Pferdes (den aber von einer festen Oberfläche, z.B. Stallgasse aufsammeln und nicht vom sandigen Auslauf oder Reitplatz). Diesen gibt man in ein großes (500ml) volles Wasserglas. Es wird so lange gerührt, bis sich der Pferdeapfel vollständig aufgelöst hat. Dann wird gewartet. Da Sand bzw. Erde schwerer ist, als die restlichen Bestandteile des Apfels, wird sich dieser am Boden des Glases absetzen und kann dann genauer analysiert werden. Sammelt sich mehr als ein Esslöffel Sand auf dem Boden, ist das ein Hinweis, dass sich bereits sehr viel Sand im Darm abgesetzt hat.

Der Tierarzt kann die Ablagerungen durch Röntgen oder Ultraschal nachweisen.

Besser ist es natürlich, der Problematik vorzubeugen. So sollte darauf geachtet werden, dass die Koppeln nicht überweidet werden und dass das Heu nicht vom Boden sondern aus Raufen oder Netzen gefüttert wird. Ggf. sollte noch die Versorgung mit Nährstoffen bzw. Elektrolyten abgeklärt werden.

 

Flohsamen bei Verstopfung

Auch bei Verstopfungen sind die Schleimstoffe und die Quelleigenschaft von großem Nutzen. Die aufgequollenen Flohsamen bringen Flüssigkeit und Schmierstoffe in den Darm und regen durch das erhöhte Volumen die Verdauung an.

Wichtig ist in dem Fall, den Flohsamen in aufgequollenem Zustand zu füttern.

Zur Vorbeugung von Verstopfungskoliken (zum Beispiel wenn das Pferd auf Stroh umgestellt wird oder verletzungsbedingt zu wenig Bewegung bekommt), kann man die Flohsamen gut mit Mash kombinieren. Auf 200 bis 500g Mash können 30 bis 50g Flohsamen gegeben werden und mit ca. 1,5 Liter heißem Wasser angerührt werden. Man lässt es so lange stehen, bis es gut aufquellt und eine angenehme Temperatur zum Fressen hat.

Wichtig: bei einer akuten Kolik muss immer sofort der Tierarzt gerufen werden!

 

Einsatz gegen Kotwasser oder Durchfall

Die Wirkstoffe des Flohsamens ermöglichen es, überschüssige Flüssigkeiten im Verdauungstrakt zu binden. Somit wird der Kot fester. Außerdem können die Schleimstoffe die entzündliche Darmschleimhaut beruhigen. Wichtig ist auch in diesem Fall, die Flohsamen nur eingeweicht zu verfüttern. Ansonsten kann es bereits im Magen zu einer vermehrten Ansammlung von dem Futter (Magenüberladung) kommen. Die Flohsamen können nur die Symptome mildern, nicht aber die Ursache beheben. Kennt man die Ursachen für das Kotwasser oder Durchfall (zum Beispiel eine Futterumstellung oder Stress bei einer Hängerfahrt) kann man mit Flohsamen gut entgegen wirken. Hat das Pferd aber längere Zeit Probleme mit Kotwasser bzw. ist die Ursache nicht bekannt, muss der Tierarzt zur Findung der Ursache mit einbezogen werden. Starker und anhaltender Durchfall ist immer ein Fall für den Tierarzt.

 

Flohsamen bei Magen- und Darmgeschwüren

Beim Quellvorgang entsteht eine gelartige Masse. Diese überzieht die Magenschleimhaut des Pferdes und schützt diese somit vor der Magensäure. Füttert man die Flohsamen täglich in geringen Mengen (10 bis 15 Gramm in einer entsprechenden Menge Wasser aufgelöst), kann das zur Vorbeugung von Magen- und Darmgeschwüren helfen.

Ist bereits ein Magen- oder Darmgeschwür vorhanden, können die Flohsamen durch ihre Schleimstoffe Linderung der Beschwerden schaffen und so die gereizte Magen- bzw. Darmwand beruhigen.

 

Fütterung

Zur Fütterung von Flohsamen bzw. Flohsamenschalen gibt es unterschiedliche Angaben und Meinungen.

Flohsamen oder –schalen sollten 2x jährlich – im Frühjahr und im Herbst – als Kur gefüttert werden. Diese Kur dauert 10 bis 30 Tage. Die Dauer ist individuell vom Pferd abhängig. Dazu kann man die Pferdeäpfel mit dem Wasserglastest prüfen um festzustellen, wieviel Sand im Darm noch vorhanden ist und ob die Kur noch weiter geführt werden sollte.

Über die ideale Futtermenge sind sich Hersteller, Futterexperten und Tierärzte uneins.

Manchmal werden 1 bis 2 Esslöffel empfohlen, manchmal 20 bis 60g Trockenmasse täglich für ein Großpferd. Man findet auch Angaben wie 150g auf 600 kg Körpergewicht täglich zu füttern. Manche Tierärzte empfehlen sogar bis zu 600g täglich für ein Großpferd. Andere Tierkliniken setzen bei akuten Sandkoliken 250 bis 500g Flohsamen mit 5 bis 8 Liter Wasser für ein 500kg Pferd ein.

Auch bei der Mengenangabe von Flohsamenschalen gehen die Meinungen auseinander. Die Grammangaben sind bei Flohsamenschalen geringer wie bei den Flohsamen. So gibt es Angaben von 50 bis 70g Trockenmasse für ein Großpferd täglich und für Ponys ungefähr 30g Trockenmasse täglich. Da die Flohsamenschalen leichter sind als die Flohsamen, ist die Grammanzahl geringer, das Volumen kann aber mehr sein.

Flohsamenschalen werden immer mit mindestens 1 Liter für ca. 30-40 Minuten eingeweicht bis sie kleisterähnliche Konsistenz hat. Viel länger sollten sie aber auch nicht eingeweicht werden, da sie sonst zu sehr aufquellen und damit den Sand nicht mehr mit einschließen und raus transportieren können. Werden die Flohsamenschalen in zu wenig Wasser gegeben, kann es passieren, dass die Schalen sich regelrecht an den Schleimhäuten festsaugen können und es zu einer Schlundverstopfung kommt.

Die aufgequellten Flohsamenschalen können übers Kraftfutter geben oder mit ins Mash mischen.

Bei den Flohsamen gibt es wiederum unterschiedliche Meinungen, wie diese gefüttert werden sollten. Flohsamen binden eine große Menge Wasser. 50g Flohsamen binden ungefähr 1,5 Liter Flüssigkeit. Dem Pferdekörper wird somit viel Wasser entzogen. Viele Hersteller warnen ausdrücklich davor, trockene Flohsamen zu verfüttern und empfehlen die Samen vorher in ausreichend Wasser quellen zu lassen. Manche Tierärzte sehen das kritisch, da die helfende Wirkung im Darm dann nicht mehr eintritt. Viele Pferdebesitzer gehen einen Kompromiss ein und füttern die Flohsamen trocken und geben dem Pferd ausreichend Wasser, welches zum Beispiel über das Futter gegossen wird. Dennoch besteht auch bei dieser Fütterungsvariante die Gefahr, dass das Pferd doch nicht ausreichend Wasser aufnimmt und eine Verstopfungskolik bekommt.

Die Flohsamen können auch vor der Fütterung angefeuchtet aber nicht quellen gelassen werden. Der Quellvorgang soll erst im Magen-Darm-Trakt der Pferde vonstattengehen, um den Sand auf dem Darmboden vollständig aufnehmen und abtransportieren zu können.

Alle Angaben sind nicht wissenschaftlich belegt und hängen individuell vom Pferd ab. Der Besitzer sollte das austesten und genau beobachten. Dazu kontrolliert er die Pferdeäpfel. Der optimale Pferdeapfel glänzt unter der Zugabe von Flohsamen schön ölig und ist dabei noch fest in seiner Konsistenz. Sind sie zu weich oder bekommt das Pferd Durchfall, muss die Menge reduziert werden. Sind die Äpfel zu trocken müssen die Flohsamen mehr eingeweicht werden, um Verstopfung vorzubeugen.

Wichtig ist in jedem Fall immer ein unbegrenzter Wasserzugang für die Pferde um Verstopfungskoliken zu vermeiden. Um sicher zu gehen, dass das Pferd genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, kann der Flohsamen bzw. die angefeuchteten Flohsamen auch ins Mash gerührt werden. Mash enthält als Futterportion bereits eine bestimmte Menge an Wasser.

Es gibt auch Empfehlungen die Portion auf 2x täglich aufzuteilen und jeweils früh und abends zu füttern. Das kann jedoch nicht jeder Pferdebesitzer umsetzen.

Die meisten Pferde fressen die Flohsamen ganz gerne. Die Flohsamenschalen werden auch relativ gut gefressen, allerdings mäkeln einige Pferde hier schneller als bei den ganzen Samen.

Frisst das Pferd die aufgequollen Flohsamen oder –schalen nicht, so kann dies zum Beispiel dem Kraftfutter oder ins Mash untergerührt werden oder es können schmackhafte Zusätze hinzugefügt werden (zum Beispiel Apfel- oder Möhrensaft).

 

Unterschied Flohsamen und Flohsamenschalen

Beides sind Produkte derselben Pflanze. Der Unterschied entsteht in der Herstellung. Bei Flohsamen werden die Samen komplett verwendet und bei Flohsamenschalen werden nur die äußeren Hüllen der Samen benutzt.

Dennoch kann beides verfüttert werden. Die Wirkung ist ähnlich. Im Vergleich haben die Samen einen höheren Nährwert und die Schalen schleimen mehr.

Das Quellvermögen von den ganzen Flohsamen ist geringer als das der Schalen. Da die meisten Schleim- und Ballaststoffe in den Schalen sitzen, ist die wasserbindende Wirkung bei den reinen Schalen höher. Sie binden etwa das 70fache ihres Gewichtes an Wasser.

Die ganzen Samen binden nur etwa das 40fache ihres Gewichtes an Wasser, dafür enthalten sie aber zusätzlich wertvolle Fette und Proteine. Allerdings haben sie daher auch einen recht hohen Energiegehalt, der bei der Fütterung beachtet werden sollte. Flohsamen enthalten viele Öle und sind somit energiereicher als die Schalen. Dies sollte bei der Fütterung von empfindlichen, leichtfuttrigen oder stoffwechselkranken Pferden beachtet werden. Möchte man solchen Pferden trotzdem Flohsamen füttern, so sollte die Menge der Flohsamen nicht zu groß sein bzw. das Kraftfutter entsprechend reduziert werden. Alternativ können diese Pferde auch Flohsamenschalen bekommen.

Weitere Unterschiede bestehen in der Fütterung: Während die Flohsamen trocken, angefeuchtet und aufgequollen verfüttert werden können, werden die Schalen immer nur aufgequollen gegeben, da sie dem Magen sonst zu viel Flüssigkeit entziehen und es zu Verstopfungskoliken kommen kann.

Autoin: Christin Baumgarten

 

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