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Den passenden Namen finden – aber wie?

Jedes Jahr kommen unzählige süße Fohlen zur Welt. Da stellt sich doch die Frage, welcher Name wohl am besten passt. Aber das ist oftmals gar nicht so einfach, denn wer weiß schon, ob der Name auch in 5 Jahren noch zu ihm oder zu ihr passen wird… Der süße Sprössling und der glückliche Besitzer hatten immerhin erst weinige Tage oder Wochen Zeit, um Bekanntschaft zu schließen. Fakt ist, dass es dem heranreifenden Fohlen prinzipiell egal ist, welchen Namen er oder sie bekommt. Doch für den Besitzer ist es umso schwerer… Denn wenn der Equidenpass erst einmal beantragt ist, kann man den Namen nur mit Kostenaufwand wieder ändern lassen. Deshalb sollte man sich genau überlegen, welchen Namen das Fohlen tragen darf.

Nur – wie finde ich den richtigen Namen für mein Fohlen?

Prinzipiell gibt es keine Regeln, nach denen man den Namen des Fohlens aussucht, wenn das Pferd nicht zur Zucht und im Turniersport auftreten soll. Er soll individuelle Gefühle und Emotionen ausdrücken und an persönliche Erinnerungen anknüpfen. Damit macht man den Sprössling zu etwas ganz Außergewöhnlichen. Auch andere Faktoren, wie zum Beispiel das Aussehen, Charakter oder besonders auffällige Muttermahle können bei der Namensgebung mitunter ausschlaggebend sein. Ebenso kann das Verhalten des Fohlens in den ersten paar Tagen und Wochen nach der Geburt namensprägend sein. Nicht umsonst gibt es bekannte Pferdenamen wie „Black Beauty“ – die Schwarze Schönheit, „Shadow“ – Der Schatten oder auch „Hercules“ – Ein Gott, der für seine Stärke bekannt ist. Es kommt aber auch nicht selten vor, dass bei der Namensgebung der Namen der Eltern mit auftauchen.

Regeln für die Namensgebung in Zucht & Turniersport

Anders hingegen ist es im Turniersport. Will man erfolgreich züchten und mit den heranwachsenden Pferden Geld machen, so ist es unausweichlich, die Tiere auf diversen Shows und Galen direkt für Jungpferde zu präsentieren. Nicht nur ein herausragendes Exterieur und eine gute Abstammung von erfolgreichen Pferden im Turniersport sind entscheidend. Sondern auch der Name muss passen. Deshalb muss man sich bei der Namensgebung eines Solchen Pferdes an bestimmte Regeln halten. Von Verband zu Verband können kleinere Abweichungen auftreten, doch grundlegend festgelegt ist, dass der Name des Fohlens mit dem Buchstaben beginnt, wie der Vater heißt. Angenommen der Vater heißt Zeus, so muss auch der Name des Fohlens mit dem Buchstaben Z beginnen.

Wenn man das Pferd in der Zucht oder im Turniersport einsetzen möchte, muss man sich allerdings an bestimmte Regeln halten. Denn die Namensgebung in der Zucht ist strenger. Hierbei kann es kleine Unterschiede zwischen den verschiedenen Verbänden geben, aber überwiegend müssen die Fohlennamen mit dem Anfangsbuchstaben des Vaters beginnen. Da im Turniersport kein Name doppelt auftreten darf, werden sie registriert. Taucht ein Name im Register mehrfach auf, so wird er am Ende ergänzt mit einer Nummer. So kann der Nachfolge von DK Dancing Boy I auch DK Dancing Boy II heißen.  

Natürlich gibt es auch bei der Namensvergebung im Hinblick auf unterschiedliche Verwendungszwecke und Zuchtpferde mehrere verschiedene Ausnahmefälle…

Trakehner

Es ist üblich, dass der Name des Trakehner-Fohlens mit dem Anfangsbuchstabe des Name der Mutter übereinstimmt. Heißt die Mutter also Cassandra, so kann das Fohlen auch Cleopatra heißen, da bei Namen mit dem Buchstabe C beginnen.

Deutsches Warmblut

Deutsche Warmblutfohlen werden nach dem Vaters benannt. Namen von registrierten Warmblütern dürfen nur einmal vergeben werden. Jedoch kann man einen Namen durch das Hinzufügen einer Zahl wieder verwenden. Z. Bsp. Dancing Boy, Dancing Boy II, Dancing Boy III …

Holsteiner

Hei Holsteinern werden die Hengstfohlen nach dem Vater und die Stutfohlen nach dem Buchstaben, der in diesem Jahr vom Verband gewählt worden ist.

Isländer

Bei Isländern ist es in der Regel so, dass ihnen ihre Namen aufgrund ihres Aussehens und ihrer Charaktereigenschaften verliehen werden. Oft bekommen Isländer erst nach Jahren ihren richtigen Namen.

Westernpferde (Quarter Horse / Paint Horse)

Die Namen von Westernpferden kann man oftmals nicht wirklich aussprechen, da sie sehr lang und kompliziert sind. Häufig ist es eine Kombination aus beiden Elternnamen. Nicht selten können dabei ganze Sätze entstehen. Hinzu kommt, dass man aus dem Namen eines Westernpferdes die Zuchtlinie herauslesen kann. Beispiel: aus Dancing Snow Boy & Miss Dry Bid wird „DK Dancing Boys Smoky“. Aus Tamulena & Nikita Pep wird „Tamulena Pep“. Jeder Name darf nur einmal vorkommen. Es gibt keine registrierten Quarter Horses und Paint Horses mit gleichem Namen.

Rennpferd

Bei Rennpferden ist es so, dass der Name kein zweites Mal vorkommen darf. Auch nicht in einer anderen Schreibweise oder ergänzt mit Buchstaben. Gewinnt ein Rennpferd ein großes Derby, so gilt es als Champion oder auch als Legende. Der Name des Pferdes muss demnach etwas ganz Besonderes und Einzigartiges, was es so vorher noch nicht gab.

Haflinger

In der Haflingerzucht gibt es 7 Anfangsbuchstaben. A, B, M, N, S, St, W. Die Fohlen werden in der Regel in Deutschland nach dem Vater benannt. In Tirol z. Bsp. werden die Stutfohlen nach der Mutter und die Hengstfohlen nach dem Vater benannt. Die Namen von Zuchthengsten dürfen nur 1x verwendet werden. Ist ein Name eines Zuchthengstes erst einmal im Register eingetragen ist er für 25 Jahre gesperrt.

Gesperrte Namen

Einige Pferde werden zu Legenden. Ihre Namen sind dann für IMMER gesperrt. Folgende Namen sind gesperrt (Stand: 2018):

  • Halla (* 16. Mai 1945; † 19. Mai 1979) –> die Wunderstute, die Hans-Günter Winker trotz seiner schweren Verletzung am 17. Juni 1956 zum Olympiasieg in Stockholm trug
  • Meteor (* 12. Mai 1943; † 26. August 1966) –> der Wallach war eines der erfolgreichsten und berühmtesten Springpferde seiner Zeit. Unter seinem Reiter Fritz Thiedemann nahm Meteor dreimal erfolgreich an Olympischen Spielen teil.
  • Tora

Wichtig ist: Es ist egal, was für ein Pferd es ist – Renn-, Spring-, Dressur-, Westernpferd oder Freizeitpferd – man sollte sich genau überlegen und sich Zeit nehmen, darüber nachzudenken, wie man das Fohlen nennt, denn in der Regel trägt es den Namen sein Leben lang.

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