Mähne, Zöpfe & Co

Was auf einem Turnier die Optik klar aufbessert, kann auch im Alltag durchaus sinnvoll sein:

  • Dein Pferd hat eine dünne, lange Mähne und Du möchtest verhindern, dass sie auf der Koppel verfilzt oder voller Kletten hängt.
  • Du hast einen langen Ritt vielleicht bei heißem Wetter vor Dir und möchtest, dass Dein Pferd unter der Mähne nicht so schwitzt.

Allerdings wären Turnierzöpfe etwas übertrieben für einen langen Ritt im Wald. Es gibt ganz verschiedene „Frisuren“, die Du machen kannst. Für ein optisch schönes Ergebnis musst Du gleichmäßige Strähnen flechten. Flechte die Zöpfe fest genug, dass es hält, aber nicht zu fest und lass sie nicht so lange drin.

Bedenke die Bewegungsfreiheit des Halses und auch wie unangenehm es ist, wenn ein Zopf zu fest ist und ziept. Ein zu fester Zopf kann das Nackenband belasten. Geflochtene Zöpfe über eine längere Zeit, kann das Haar schädigen. Es kann ausgehen oder brechen.

Hier ein paar Ideen für Ideen für Mähne, Zöpfe & Co:

Mit dem Flechten der Zöpfe fängst Du am besten hinter den Ohren an.

 

Klassische Turnierzöpfe:

  1. Mähne in gleich breite Strähnen unterteilen
  2. die gebürstete Mähne trennen und mit einem Mähnenkamm fixieren
  3. Strähnen mit einem Mähnengummi zuknoten
  4. alle Strähnen zu Zöpfchen flechten, aufrollen und mit den Mähnengummis fixieren
  5. bei sehr langer Mähne Zöpfe immer in der Mitte und nach unten falten, so lange bis sie kurz genug sind

Turnierzöpfe einnähen:

  1. Mähne in gleich breite Strähnen unterteilen
  2. die gebürstete Mähne trennen und mit einem Mähnenkamm fixieren
  3. alle Strähnen ganz normal nach unten flechten
  4. Zöpfe nach innen einschlagen
  5. den Zopf mit dem Faden möglichst nah am Mähnenkamm fixieren
  6. am Zopfende mit einer Schnur / einem Band zubinden
  7. etwas Faden unten herausstehen, um ihn mit dem anderen Teil des Fadens zu verknoten

Spanischer Zopf / Barockzopf:

  1. Bürste die Mähne gut aus.
  2. Nimm keinen Mähnenspray, sonst hält der Zopf nicht.
  3. Beginne mit flechten hinter den Ohren mit 3 Strähnen
  4. dann immer eine weitere Strähne am Mähnenkamm entlang mit dazu nehmen
  5. am Ende des Mähnenkamms den Rest nach unten zu einem Zopf zusammenflechten

 

 

Mähnennetz:

  1. Du unterteilst die Mähne in gleich dicke Strähnen.
  2. Diese befestigst Du am Ansatz mit einen Mähnengummi.
  3. Danach teilst Du die einzelnen Strähnen erneut, verbindest sie miteinander und fixierst sie mit einem Gummi.
  4. Das wiederholst Du so lange, bis die ganze Mähne wie ein Netz aussieht.

 

Kreuzzöpfe:

  1. Du unterteilst die Mähne in gleichbreite Strähnen.
  2. Diese flechtest Du zu Zöpfchen, nicht ganz bis runter, sondern nur etwa das obere Drittel.
  3. Fixiere das mit einem Mähnenkamm.
  4. Wenn alle Zöpfchen geflochten sind nimmst Du den ersten Zopf und verbindest ihn mit einem Mähnengummi mit dem übernächsten (dem dritten) Zopf.
  5. Den zweiten Zopf verbindest du mit dem fünften, den vierten mit dem siebten und so weiter.
  6. Dabei solltest Du darauf achten, dass Du den linken Zopf immer entweder unter oder über den benachbarten Zopf legst. Wie ist egal, Hauptsache überall gleich.

 

Wickelzöpfchen:

  1. Du unterteilst die Mähne in circa handbreite Strähnen.
  2. Diese fixierst Du mit einem Mähnengummi.
  3. Nun nimmst Du bei jeder Strähne rechts und links einen Teil der Haare wieder heraus und flechtest sie zu zwei dünnen Zöpfen.
  4. Die beiden Zöpfe verbindest Du dann mit einem Mähnengummi am Ansatz über der dicken Strähne.
  5. Anschließend teilst Du sie wieder und verbindest sie hinter der dicken Strähne und mit der Strähne mit einem weiteren Mähnengummi.

 

Französischer Zopf für den Schweif:

  1. Wenn Du weißt wie Du einen Französischen Zopf bei Menschen flechtest, ist das ein Vorteil, denn genauso geht es beim Pferd nämlich auch.
  2. Fange oben am Schweifansatz an, in drei gleichmäßige Strähnen zu unterteilen und einmal zu flechten.
  3. Beim Weiterflechten lässt Du nun immer die äußeren Strähnen fallen und nimmst dafür neue dünne Strähnen von außen. Also bei jedem Kreuzen einige neue Strähnen mit dazu nehmen.
  4. Das wiederholst Du bis das obere Drittel des Schweifs geflochten ist.
  5. Dann flechtest Du die restlichen Haare in einen normalen Zopf zu ende.

 

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