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Equine infektiöse Anämie – EIA

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 Equine Infektiöse Anämie, die ansteckende Blutarmut der Einhufer, ist eine virusbedingte Erkrankung des Blutes, bei der sich die Viren in bestimmten Zellen vermehren. Das körpereigene Abwehrsystem reagiert und möchte den Virus auslöschen, wodurch es aber auch die Blutzellen auflöst. Die EIA ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche.

Was ist Equine Infektiöse Anämie?

Die Equine Infektiöse Anämie ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, eine Virusinfektion, die nur Pferde und Ponys, Esel, Maultiere und Zebras befallen kann. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwischen zwei bis sechs Wochen, kann sich in Einzelfällen aber auch bis zu 90 Tage hinziehen. Bricht die Erkrankung aus, verläuft sie entweder tödlich oder wird chronisch. Das erste Symptom sind Fieberschübe, die auf keinerlei Behandlung ansprechen. In so einem Fall ist unverzüglich der Tierarzt zu benachrichtigen. Therapiemöglichkeiten bzw. wirksame Impfungen gibt es nicht. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, das infizierte Tiere eingeschläfert werden müssen, da sie lebenslang Keimträger sind.

Wie kann sich ein Pferd anstecken?

Eine Ansteckungsgefahr besteht durch Kontakt der Tiere untereinander.

Folgende Übertragungsmöglichkeiten sind wahrscheinlich:

  • Bisse bzw. Stiche von großen stechend-saugende Insekten wie Pferdebremsen oder Stechfliegen
  • Verwendung und Anwendung von kontaminierten Medizinprodukten und Geräten
  • eine Übertragung ist auch Milch, Speichel, Kot und den Geschlechtsakt (Decken) möglich

Wie tritt die Seuche auf?

Die EIA tritt in verschiedenen Formen auf – akut, perakuten, chronisch oder inapparent.

  • inapparent Verlauf –> ohne Anzeichen
  • akkuter Verlauf –> Punktblutungen, insbesondere auf dem Zungenuntergrund und den Lidbindehäuten, Fieber und Apathie
  • perakuter Verlauf –> die Tiere sterben ohne vorangehende auffällige Symptomatik
  • chronischer Verlauf –> Ödembildung, Fieberanfälle und Apathie

Welche Symptome treten bei betroffenen Tieren auf?

Die EIA tritt in verschiedenen Formen auf – akut, perakuten, chronisch oder inapparent.

  • inapparent Verlauf –> ohne Anzeiche

Wie wird die Seuche nachgewiesen?

Für den Nachweis von Antikörpern muss Blut ohne Blutgerinner (Nativblut) eingesendet werden. Die Untersuchung des Blutes erfolgt umgehend. Die Tests können jedoch bis zu 3 Tage dauern.

Wie wiederstandsfähig sind die Erreger?

Die Erreger sind laut der Sächsischen Tierseuchenkasse sehr widerstandsfähig:

  • in getrocknetem Blut bleibt der Erreger bei Zimmer­temperatur etwa sieben Monate infektionsfähig
  • in Harn und Kot etwa zwei Monate
  • in gepacktem Dung ca. einen Monat

Welche Hygienemaßnahmen kann man treffen, um eine Infektion zu verhindern?

  • Reinhalten von Ställen und den dazugehörigen Räumen
  • Trockenhalten von Weiden und Paddocks
  • Insektenschutz im Stall und auf der Weide
  • Weidegänge zu Hauptflugzeiten blutsaugender Insekten vermeiden
  • gemeinsames Equipment vor jeder Benutzung reinigen und desifizieren

Wie lange dauert die Quarantäne?

Das betroffene Tier im Stall wird eingeschläfert. Der Stall oder andere Pferde, die Kontakt mit dem Pferd hatten, werden drei Monate unter Quarantäne gestellt und immer wieder getestet.

 

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