Pferde im Herbst

So hilfst Du Deinem Pferd gut in den Winter zu kommen!

Die Nächte werden länger, es ist oft grau, nass, kalt und das Fell Deines Pferdes wird bzw. ist schon dick, dicht und flauschig.

Gutes Gras, schlechtes Gras!

In dieser Zeit wächst das Gras auf der Weide nicht mehr.  Kräuter und nahrhafte Gräser werden die Pferde nicht mehr finden. Notwendige Vitamine und Mineralien stehen nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Wenn das Gras nicht wachsen kann, produziert bzw. speichert es unter verschiedenen Voraussetzungen Fruktan (Button – siehe Text Fruktan).

Kraftakt für Stoffwechsel und Immunsystem!

Der Fellwechsel im Herbst ist auch eine Zeit in der das Immunsystem und der Stoffwechsel unserer Pferde extrem beansprucht werden.

Der Rhythmus von Tag und Nacht ändert sich für uns Menschen und auch für unsere Pferde. Manchmal benötigen auch die Pferde etwas Zeit für diese Umstellung. Vielleicht wirkt Dein Pferd träge oder unlustiger als sonst. Gib Deinem Pferd Zeit, beobachte es und passe gegebenenfalls Trainingsintensität und -zeiten zumindest übergangsweise an.

Das Wachstum des Winterfelles hängt nicht nur von den  Temperaturen ab, sondern wird auch vom Tag-Nacht-Rhythmus beeinflusst.  Die Dichte und Länge des Winterfells ist sehr individuell und unterschiedlich. Der Fellwechsel ist ein richtiger Kraftakt für den Kreislauf, sowie das Stoffwechsel- und Immunsystem Deines Pferdes.

Nährstoffmangel, Stoffwechselprobleme können auftreten und das Immunsystem an seine Leistungsgrenze bringen.

Wenn noch zusätzliche Belastungen auftreten, wie Krankheitserreger oder Stress, kann das Immunsystem so geschwächt sein, dass Verletzungen schlecht heilen oder die Anfälligkeit für Infektionen, Husten, Phlegmone, Bakterien, Pilze und Mauke steigt.

Einer Mangelversorgung kannst Du entgegen wirken bzw. Dein Pferd unterstützen gut durch den Fellwechsel zu kommen. Dein Pferd braucht jetzt gerade mehr Vitamine und Mineralien.

Hilfe aus der Natur!

Hagebutten und Rote Beete findest Du derzeit in der Natur. Sie stärken das Immunsystem und enthalten viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Äste und Blätter der Weide oder von Obstbäumen, wie zum Beispiel Apfelbaum, Brombeer- und Himbeerblätter kannst Du Deinem Pferd geben. Sie sorgen für Nährstoffe und Beschäftigung.

Ausreichend Wasser!

Viele Pferde trinken jetzt weniger. Achte darauf, dass es immer Zugang zu Wasser hat.

 Mauke- & Parasitenzeit!

Ist das Immunsystem angeschlagen, haben viele Pferd Mauke. Die Pferde stehen im Matsch. Es ist oft tagelang nass und feucht. Da nisten sich ganz schnell Bakterien ein und die Mauke entsteht. Regelmäßiges Kontrollieren und Säubern insbesondere der Beine und Fesselbeugen hilft, verhindert leider oftmals nicht die Entstehung von Mauke.

Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Mauke vorzubeugen und zu behandeln. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, die betroffenen Stellen mit Kernseife zu waschen und am besten einzuweichen. Abgetrocknet trage ich Maukesalbe auf. Gibt es im Handel, bei Deinem Tierarzt oder Du machst sie ganz einfach selber.

Vorsicht: Nicht die Krusten einfach abkratzen! Stellen mit Kernseife & Wasser (in der Jahreszeit lauwarm) einweichen und dann gehen einzelne Krustestücke meistens vorsichtig zu entfernen. Unter der Kruste sind offene und oft tiefe Wunden in denen die Bakterien festsitzen. Mauke ist schmerzhaft, weil die darunterliegenden Wunden tief gehen können. Rezept Maukesalbe

Auch einige Parasiten haben jetzt Hochkonjunktur. Im dichten kuscheligen Fell setzen sich Haarlinge und anderes Ungeziefer fest. Ein geschwächtes Immunsystem beschleunigt die Festsetzung und Vermehrung dieser Plagebiester. Wenn Dein Pferd sich vermehrt kratzt oder scheuert, solltest Du das Fell auf mögliche Ungeziefer untersuchen.

Meine Erfahrung mit Haarlingen im Fell:

Die Eier der Haarlinge kleben meist am Haaransatz. Das sind kleine weiße Eier (ich habe sie nicht als Eier erkannt, sehen eher aus wie Schuppen), die richtig fest im Fell haften. Vor einigen Jahren hatte ich den Tierarzt zur „Bekämpfung“ hinzugezogen, der neben der Behandlung gegen die Ungeziefer auch das Immunsystem des Pferdes gestärkt hat.

In diesem Jahr habe ich die betroffenen Stellen mit Apfelessig eingerieben. Seit dem liebe ich Apfelessig. Es ist nicht nur äußerlich angewendet ein „Wundermittel“, sondern kann Dein Pferd auch innerlich ganz natürlich stärken.

Du kannst, um dein Pferd fit in den Winter zu bringen neben Heilpflanzen aus der Natur, die Du jetzt noch findest (Button für Heilpflanzen die jetzt noch sammeln kannst), auch Kräutermischungen im Handel kaufen. Achte auf Qualität und Natürlichkeit der Inhaltsstoffe!

 

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Antje Müller

Ich bin Antje Müller, Ihr zertifizierter HORSE ASSISTED COACH. … Coach aus Leidenschaft und Expertin für wirksame und nachhaltige PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG. Mein außergewöhnliches Coachi...

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